Von 1302 Lots wechselten 74 % den Besitzer – Im Nachverkauf können noch bis 18. April Schnäppchen gemacht werden
München (mh) Derzeit stehen alle Zeichen dafür, dass sich der Höhenflug auf dem Weinauktionsmarkt auch 2011 fortsetzen wird. Die anhaltende Kauflaune der Chinesen für Spitzenbordeaux hat der Munich Wine Company bei ihrer Frühjahrsauktion schon wieder eine Rekordquote beschert. 74 % der 1302 zur Versteigerung stehenden Lots wechselten bereits den Besitzer und dabei wird es nicht bleiben, denn noch läuft der Nachverkauf.
Vom 1986er Château Lafite-Rothschild kam eine OHK mit 12 Flaschen für 17.500 Euro unter den Hammer.
Vom 1986er Château Lafite-Rothschild kam eine OHK für 17.500 Euro unter den Hammer.
Das kleine aber feine Auktionshaus im Münchener Vorort Deisenhofen hatte zu seiner mittlerweile 26. Präsenzauktion eingeladen. Und die Weinliebhaber kamen zahlreich. Während draußen frühsommerliche Temperaturen herrschten, ging es im österlich dekorierten und bis auf den letzten Platz besetzten Saal bei vielen Lots heiß her. Trotz der zahlreichen und preislich teils sehr hoch angesiedelten schriftlichen Vorgebote standen die Anwesenden keineswegs auf verlorenem Posten. Sie schnappten den schriftlichen Bietern einen stattlichen Teil der ausgerufenen Lots weg und sorgten erstmals für einen Umsatzanteil der Saalbieter von fast 35 %.
Der Hauptgrund dafür war, dass die chinesischen Bieter bei der diesjährigen Frühjahrsauktion eine auffallend starke persönliche Präsenz zeigten. Untrügliches Indiz dafür, dass die Nachfrage aus Asien und hier insbesondere aus China nach den großen Weinen aus Bordeaux unvermindert anhält. Schon seit geraumer Zeit treibt sie ja den Auktionsmarkt und die Preise in fast schwindelerregende Höhen. Und der „Durst“ der Chinesen auf die teuersten Bordeaux scheint noch nicht gestillt.
Das gilt an allererster Stelle für den aktuell gesuchtesten Wein weltweit, Château Lafite-Rothschild. Eine OHK (12 Flaschen) Lafite 1986 beispielsweise wurde mit 11.280 Euro aufgerufen und für 17.500 Euro verkauft. 12 Flaschen 1996er vom gleichen Weingut wechselten bei einem Aufrufpreis von 9000 Euro für 12.500 Euro den Besitzer. Und eine Flasche 1982er Lafite wurde für 2300 Euro angeboten und kam letztlich für 3100 Euro unter den Hammer. Alle drei Weine hat der amerikanische „Weinpapst“ Robert Parker mit der Maximalpunktzahl von 100 bedacht. Doch mittlerweile erzielen auch bei weitem nicht so hoch bewertete Weine aus schwachen Jahrgängen nicht für möglich gehaltene Preise; wie zwei Flaschen Lafite 1980: Aufrufpreis 780 Euro, Zuschlag 1200 Euro.
Die Highlights kamen aber nicht einzig und allein aus Bordeaux. Bemerkenswert war vielmehr auch eine exklusive Sammlung gereifter deutscher Süßweinraritäten. Immerhin 1425 Euro (Aufrufpreis 650 Euro) war eine Maximin Grünhäuser Herrenberg Edelste Trockenbeerenauslese der C. von Schubertschen Schlosskellerei aus dem großen Jahrgang 1959 einem Weinliebhaber wert. Die Burgunder-Legende La Romanée-Conti Grand Cru aus der Monopollage des gleichnamigen Kultweingutes wurde ebenfalls hoch gehandelt. Eine Flasche 2002 wurde für 2500 Euro aufgerufen und für 4100 Euro versteigert, eine Flasche 1980er stieg von 2200 auf 3350 Euro.
Für die MWC-Geschäftsführer Stefan Sedlmeyr (zugelassener Auktionator und Diplom-Sommelier UIW) und Hans Friedrich (EU-Betriebwirt) war es unter dem Strich ein „senationeller Start ins Frühjahr“. Die Zahlen belegen dies: Viele Positionen konnten weit über dem Peislimit zugeschlagen werden und so übertrifft der Versteigerungsumsatz (berechnet nach dem unteren Schätzwert aller Lots) die Verkaufsquote von 74 % (bezogen auf die Zahl der Lots) noch einmal deutlich. Schon jetzt beläuft er sich auf 92,5 Prozent oder 590.000 Euro.
„Schon jetzt“ deshalb, weil die Auktion streng genommen noch nicht einmal ganz abgeschlossen ist: Bis zum 18. April läuft noch die Zeit der Schnäppchenjäger beim so genannten Nachverkauf, der alles andere als „Ladenhüter“ zu bieten hat. Trotz der hohen Nachfrage bleiben bei einem so riesigen Angebot wie bei der 26. Präsenzauktion auch viele interessante Lots übrig; zum Beispiel Bordeaux-Legenden aus den 1940er- und 1950er-Jahren (wie Château Petrus 1945), schöne Trinkweine aus dem Bordelais in 12er-OHK in der Preisspanne von 240 bis 300 Euro, High-End-Weine aus dem Piemont (von Giacomo Conterno, Aldo Conterno, Gaja und Spinetta) im Großformat oder Top-Cabernets aus Australien (von Wynns und Grennock Creek).
Die nächsten Auktionen (Online und Präsenz) sind bei der Munich Wine Company in Vorbereitung. Informationen zum Nachverkauf, zu Einlieferungen und anderer Art unter www.munichwinecompany.com.
Firmenkontakt
Munich Wine Company, Jägerstraße 2, 82041 Deisenhofen, Telefon +49 (0) 89 / 67 80 55-50, Fax +49 (0) 89 / 67 80 55-77, info@munichwinecompany.com, www.munichwinecompany.com
PR-Kontakt / Presseagentur
Weinmanagement Manfred Hailer, Dr.-Mayer-Straße 9, 85298 Scheyern, Telefon +49 (0) 176 / 46 52 74 26, presse@munichwinecompany.com
Über die Munich Wine Company
Die Munich Wine Company (MWC) ist das erste Münchener Weinauktionshaus und hat ihren Sitz in Deisenhofen vor den Toren der bayerischen Landeshauptstadt. Gegründet wurde sie im Herbst 2004 durch zwei Männer, die ihre Leidenschaft für Wein zum Beruf gemacht haben und noch heute als Geschäftsführer an der Spitze stehen: der Diplom-Sommelier UIW und zugelassene Auktionator Stefan Sedlmeyr (ehemaliger Leiter der früheren Weinabteilung beim Münchener Kunstauktionshaus Hampel) und der EU-Betriebswirt (Groß- und Außenhandel) Hans Friedrich.
Das vergleichsweise noch junge Unternehmen hat sich in nur wenigen Jahren und mit rasantem Tempo zu einer festen Größe auf dem deutschen Auktionsmarkt entwickelt. Heute profitiert es außerdem von sehr guten internationalen Kontakten. Damit sehen die Firmengründer die Grundlagen geschaffen, dass die Erfolgsgeschichte der Munich Wine Company auch in Zukunft weitergeschrieben werden kann.
Bei vier Präsenzauktionen im Jahr, die ausschließlich in den eigenen Räumen in Deisenhofen stattfinden, kommen bei der Munich Wine Company Weinraritäten aus aller Welt unter den Hammer – von Bordeaux, Burgund und Rhône über Mosel, Rheingau, Piemont und Toskana (um nur einige zu nennen) bis nach Kalifornien und Australien. Zusätzlich werden jährlich acht bis zehn Onlineversteigerungen abgewickelt. Daneben bietet die MWC ein breites Spektrum an Dienstleistungen rund um Wein (Sofortverkauf von Kommissionsware, Vermittlung von Weinen, Entgegennahme von Suchaufträgen, Auflösung von Geschäften, Nachlässen und privaten Sammlungen) und betreibt einen Internetshop.
